Earthing
& Galvanischer Feinstrom

Bewährte Kraft-Quellen der Natur

DisobeyArt/Shutterstock.com;

Earthing & Galvanischer Feinstrom - Bewährte Kraft-Quellen der Natur

von Kevin T. Fischer

Das Meer rauscht, die Sonne scheint – ein herrlicher Sommertag. Sanft bahnen sich kleine Wellen den Weg an den Strand. Sand, von der Sonne aufgewärmt, umschließt Ihre nackten Füße. Es ist angenehm, barfuß auf weichem Untergrund zu laufen. Sie sind entspannt, kommen zur Ruhe, fühlen sich ganz und geerdet. Ein schönes und intensives Erlebnis.

Liegt es am Meer, an der frischen Luft oder den rufenden Möwen, dass sich Ihr Befinden so deutlich verbessert, Sie sich so wohl fühlen? Oder geschieht direkt an Ihren Füßen und in Ihrem Körper vielleicht etwas, dass so unbekannt und unscheinbar wie absolut natürlich ist? Etwas Kleines und doch Gewaltiges, von elementarer Bedeutung, was bisher kaum jemand bemerkt hat. Das aber eine gewaltige Wirkung auf Ihren Organismus und Wohlbefinden hat?

Hinter diesem Gefühl des Einssein mit der Natur, des Wohlbefindens und der sich einstellenden inneren Ruhe sind grundlegende physikalische

Vorgänge und Naturkräfte am Werk. Vorgänge, die schon seit vielen Jahrzehnten erforscht, doch deren Wirkung mit der Zeit in Vergessenheit geraten sind.

Heute, in unserer hektischen, technisierten Welt, sehnen sich immer mehr Menschen nach einer engeren, lebendigen Verbindung zur Natur. Sie dürsten nach dem Gefühl des Wohlbefindens sowie Verbundenseins und suchen aktiv danach. Aus diesem Suchen ist eine Bewegung entstanden, in deren Zentrum eine Aktivität steht, die Earthing / sich erden genannt wird. Sie findet rund um den Globus wachsenden Zuspruch.

Die Resultate und Wirkungen auf die Gesundheit sind beeindruckend. Aktuelle Forschungsergebnisse und Studien unterstreichen die Erfahrungen hunderttausender Menschen. Renommierte Mediziner sehen im Erden einen potentiellen Wendepunkt bei der Betrachtung von Krankheiten und der Gesunderhaltung unseres Körpers.

Die Ära
der Isolation

Grandpa/Shutterstock.com;

Die Ära der Isolation

Noch nie war die Mehrzahl der Menschen auf unserem Planeten derart isoliert vom direkten Kontakt mit der Erdoberfläche.

Heute leben wir im Zeitalter der Isolation. Wir sind den Großteil unserer Zeit von der Erde getrennt. Schuhe, Autos, Betten und Häuser – alles wunderbare Isolatoren, die uns aus spannungstechnischer Sicht von der

negativ geladenen Erdoberfläche trennen. Unsere Lebensweise hat uns von der Erde entfernt. Die Folgen sind gravierend.

In zunehmenden Maße begreifen Forscher und Mediziner, welche tiefgreifenden Auswirkungen unsere „erdferne“ Lebensweise auf unsere Gesundheit hat.

„... Der zivilisierte Mensch ist bequem geworden, er zieht das Sitzen im Klubsessel einer Höhenwanderung vor, er treibt Sport in einer warmen Halle statt im Freien, er fährt lieber in einer eisengekapselten Limousine als spazieren zu gehen, kurz, sein Aufenthalt im Freien wird zeitlich mehr und mehr vermindert. Nicht die Bewegung ist hierbei entscheidend, sondern der luftelektrische Faktor!“

Dr. Ing. Fritz Hahn (in Luftelektrizität, 1960) zu den biologischen Wirkungen der Gleichfelder

Wie erdet man sich?

Die einfachste Art und Weise sich zu erden, ist es, barfuß in freier Natur zu wandeln. Egal ob am Strand, im eigenen Garten, Wiese oder Wald – sobald die Haut Kontakt mit der Erdoberfläche hat, treten ein Potentialausgleich und die Elektronenwanderung von der Erdoberfläche in den Körper ein.

Leider ist das in unserer urbanisierten Welt oft nur eingeschränkt möglich. Aus diesem Grund haben Hersteller eine Vielzahl von Produkten entwickelt, die das Erden im Alltag vereinfachen. Dazu gehören Matten, Tücher, Laken, Schuhe und vieles mehr.

Pionier dieser Produktentwicklung ist der USAmerikaner Clinton Ober. Ober, eigentlich Techniker fürs Kabelfernsehen, kann man durchaus als den Wegbereiter der „Earthing-Bewegung“ beschreiben.

Als Ober, durch Beobachtung, Analyse und nach zahlreichen Versuchen, die überaus positiven Auswirkungen des Erdens bewusst wurden, begann für ihn eine mehrere Jahrzehnte andauernde Odyssee.

Wie erdet man sich?

welcomia/Shutterstock.com;

Auf der Suche: Die Odyssee des Clinton Ober

Ober wollte seine Erkenntnisse mit Medizinern teilen. Seine Beobachtungen stießen jedoch großteils auf verschlossene Ohren. Schließlich war er „nur“ so ein Typ vom Kabelfernsehen und kein anerkannter Forscher oder Mediziner. Er wurde belächelt, ignoriert und diskreditiert.

Den Stein ins Rollen brachte er mit einer selbst initiierten Studie, bei deren Durchführung ihn Studenten berieten. Ober dokumentierte seine Ergebnisse penibel und fand mit der Zeit Zugang zu anerkannten Fachmedizinern, wie dem Kardiologen Stephen Sinatra.

2001 lernte er Clinton Ober bei einer Konferenz in San Diego kennen. In Sinatras Fokus stand der Zusammenhang zwischen Gewebeschäden, Entzündungen und freien Radikalen. Obers Entdeckungen versetzten Sinatra in Begeisterung. Der Vorhang fiel: „... Er war jemand mit einer Mission. Meinem Gefühl nach war er etwas sehr Wichtigem und Grundlegendem auf der Spur, was großes Potential barg, nicht nur für die

Kardiologie, sondern für alle Heilberufe ...“ (Stephen Sinatra in: Earthing, Heilendes Erden, VAK Verlags GmbH). Für den Kardiologen Sinatra war die Wirkung des Erdens auf den menschlichen Körper nachvollziehbar, schließlich sind „alle Wesen Ansammlungen bioelektrischer Energie. Letztendlich funktioniert unser Körper wie ein Ensemble dynamischer elektrischer Schaltkreise.“ (in: Earthing, Heilendes Erden).

Obers Wissen und sein Verständnis in Elektronik führten zur Entwicklung von zahlreichen Produkten. In Gemeinschaft mit Wissenschaftlern, Medizinern und Angehörigen verschiedener Heilberufe forscht, entwickelt und dokumentiert er unter dem Dach des „The Earthing Institute“ weiter an diesem Thema. Clinton Ober ist heute ein gefragter Gesprächspartner und engagiert sich für die Verbreitung des Wissens um das Thema Earthing.

„Die Erde und ich sind vom gleichen Geist beseelt.
Das Land und unsere Körper werden mit demselben Maß gemessen.“

Joseph Hinmaton Yalakit, Häuptling der Nez-Percé

Fallbeispiele

für erfolgreiches Erden

Subbotina Anna/Shutterstock.com;

Fallbeispiele für erfolgreiches Erden

Mittlerweile ist Earthing, auch Grounding genannt, ein weltweit wachsendes Phänomen. Immer mehr Menschen verbinden sich auf diese Weise wieder mit unserer Mutter Erde. Nicht von der Hand zu weisen ist hier natürlich auch der spirituelle Aspekt. Naturnah zu leben und verbunden mit der Schöpfung zu sein, ist heute eine tiefe Sehnsucht vieler Menschen. Was früher für die Naturvölker selbstverständlich war, muss heute der moderne Mensch wieder erlernen.
Joseph Hinmaton Yalakit, Häuptling der Nez-Percé dazu: „Die Erde und ich sind vom gleichen Geist beseelt. Das Land und unsere Körper werden mit demselben Maß gemessen.“ (Quelle: aphorismen.de)
Dieses Gefühl der Verbundenheit ist sicher eine der Ursachen, warum der Akt des Direktkontaktes von Mensch und Planet bei den Anwendern neben den physiologischen Aspekten auch psychologisch positiv wirkt. Viele schildern es als durchweg positives Erlebnis.
Physiologisch betrachtet sind die Erfahrungen breitgefächert.
So berichtet Dr. Howell Reunion, emeritierter Professor für Neurophysiologie, im Buch Earthing, Heilendes Erden: „Ich habe rheumatoide Arthritis

in den Händen und Schultern, im Lumbalbereich und in den unteren Extremitäten ... Ein Freund, für den ich großen Respekt hege, erzählte mir eines Abends vom Erden; ich probierte es und spürte einen gewaltigen Unterschied ... Das Erden machte etwas aus – die Beschwerden ließen deutlich nach ...“
Ron Petruccioni aus Kalifornien beschreibt die positiven Effekte bei seiner 14-jährigen Tochter Rosanna. Bei ihr wurde eine leichte Form des Autismus festgestellt: „... Innerhalb etwa eines Monats, nachdem sie mit dem Erden begonnen hatte, nahm ich sie als deutlich ruhiger war. Sie sprach deutlicher ...“ Rosanna machte von da an deutliche Entwicklungsfortschritte.
Auch im sportlichen Bereich bereichert das regelmäßige Erden Training und Regeneration. Chris Lieto ist professioneller Triathlet und dreifacher Ironman-Sieger. Zum Earthing sagt er: „... Ich schlafe jetzt seit über vier Jahren geerdet und das hat mich und meinen Regenerationsprozess entscheidend vorangebracht ...“
Die Liste lässt sich beliebig ergänzen. Diese kleine Auswahl soll nur verdeutlichen, mit welcher Bandbreite das Erden auf den menschlichen Organismus wirkt.

Erden soll vielen Menschen geholfen haben u.a. bei:

N

• Energiemangel, Antriebslosigkeit

• Burn-Out-Syndrom

• psychischem und körperlichem Stress

• Schlafstörungen

N

• Schwäche des Immunsystems

• chronischen Schmerzen

• chronischen Entzündungen

• hormonellen Störungen

N

• Herz-Kreislauf-Beschwerden

• Blutdruck-Beschwerden

• Magen- und Darmbeschwerden

• Altersbeschwerden

www.earthinginstitute.net

„Die Erde ist ein Elektronenspender und damit der größte Spender von Antioxydantien und das beste Anti-Aging-Mittel. Die Elektronen stehen dabei in nahezu unbegrenzter Quantität zur Verfügung. Sonnen- und Mondstrahlung sowie Blitzeinschläge sorgen nämlich dafür, dass sich die Erde immer wieder mit Elektronen aufladen kann.“

Peter Reinhard

Brian A Jackson/Shutterstock.com

Weitere Beobachtungen zur Wirkung des Erdens

Die Forschung über das Erden wird kontinuierlich fortgesetzt. Das Wissen erweitert sich ständig. Bemerkenswert ist hier die wissenschaftliche Dokumentation über die Wirkung auf das Blutbild. Stephen Sinatra konnte nach einer Erdung über einen Zeitraum von 40 Minuten mit Hilfe des Dunkelfeldmikroskopes eine deutliche Veränderung der Blutviskosität nachweisen. Das Blut wurde vor dem Erden und nach dem Erden untersucht. Das Ergebnis: Nach dem Erden war das Blut signifikant dünner. Sinatra berichtet, dass er und seine Gäste über diese deutliche Wirkung regelrecht „schockiert“ waren. Diese positive Wirkung verspricht für die Zukunft einen wertvollen Ansatzpunkt.

Chronische Entzündungen werden in der Medizin in zunehmenden Maße als schwerwiegende (Mit)-Verursacher zahlreicher schwerer Erkrankungen angesehen. Die negative Wirkung von freien Radikalen (positive Ladungen) ist hinlänglich bekannt. Diese „schreien“ regelrecht nach negativ geladenen Elektronen, um einen Ladungsausgleich herbeizuführen. Sind keine freien Elektronen vorhanden, entreißen sie diese gesundem Gewebe. Wenn man geerdet ist, strömen negativ geladene Elektronen von der Erdoberfläche in den Körper. Diese stehen nun auch den freien Radikalen zur Verfügung, welche die freien Elektronen zum Ausgleich nutzen – die Schädigung körpereigenen Gewebes wird gemindert.

So ist die positive Wirkung des Erdens auf Entzündungen zu erklären. Kontinuierliches Erden unterstützt zudem den Körper bei der anschließenden Regeneration. Die Wirkung des Erdens auf chronische Entzündungsherde wurde eindrucksvoll mit Wärmebild-Aufnahmen dokumentiert.

Neben dem Erden gibt es weitere Möglichkeiten, unserem Organismus „freie Elektronen“ zuzuführen, bzw. diese zu erzeugen. Dazu gehört zum Beispiel ausreichend Bewegung, denn hier setzen unsere Knochen über piezo-elektrische Vorgänge Elektronen frei. Über unsere Atmung nehmen wir ionisierte Luft auf. Das geschieht vor allem im Gebirge, am Meer oder an Wasserfällen. Trockenbürstenmassagen mit einer sogenannten „Klosterbürste“ stellen eine weitere Option dar.

Diese spezielle Bürste kombiniert einen Roßhaarkranz mit feinsten Fäden einer Kupfer-Zinn-Legierung. Antioxidantien führen wir natürlich auch über frische, naturbelassene (nicht gekochte und gelagerte) Lebensmittel zu. Dazu gehört auch lebendiges Wasser, welches z.B. mittels Hilfsmitteln verwirbelt wurde. Ein einfaches und bequemes Mittel, „freie Elektronen“ aufzunehmen, ist auch das Strömen mit einem sogenannten „Feinstromgerät“.

Die Erde ist der Dirigent - im natürlichen Rhythmus

Die innere Uhr unseres Körpers ist von zahlreichen äußeren Einflüssen abhängig. So steuert z.B. der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus die Produktion des Botenstoffes Melatonin. Bei Tageslicht wird die Produktion unterdrückt, bei Dunkelheit wird Melatonin produziert. Das ist einer der wesentlichen Steuerungsmechanismen des Schlaf-Wach-Zykluses. Ähnlich verhält es sich mit dem globalen elektrischen Kreislauf unserer Erde. Wir sind darin eingebettet und darauf angewiesen.

Wie sehr, verdeutlichte ein Experiment am Max-Planck Institut in den 1960er und 1970er Jahren. Hunderte freiwillige Probanden wurden in isolierten Räumen vom elektrischen Feld der Erde und dessen Rhythmus über einen längeren Zeitraum hinweg abgekoppelt. Die Auswirkungen waren folgenschwer.

Zahlreiche Körperfunktionen kamen aus dem Takt, darunter auch der wichtige Hormonhaushalt. Wurde der Kontakt zum elektrischen Feld der Erde und dessen Schwingungen wieder hergestellt, bzw. simuliert, normalisierten sich die Körperfunktionen wieder.

Erwähnt sei hier nochmals Stephen Sinatra mit seinem Zitat: „… Letztendlich funktioniert unser Körper wie ein Ensemble dynamischer elektrischer Schaltkreise.“ (in: Earthing, Heilendes Erden). Dieses Ensemble von elektrischen Schaltkreisen gleicht einem komplexen Orchester. Und wie jedes gute Orchester, braucht dieses Ensemble einen Dirigenten und in diesem Falle ist das das elektrische Feld der Erde.

Physikalische Grundlagen: Was geschieht beim Erden?

Unser Körper ist ein komplexes bio-chemisches und elektro-magnetisches System. Unser Gehirn, Organe, Nerven, unsere Muskeln, allen voran das Herz, etc., sind von kleinen elektrischen Impulsen abhängig. Diese kleinen Ströme sind für eine störungsfreie Funktion unseres Körpers unersetzbar. Treten hier Irritationen und Unstimmigkeiten auf, kommt es zu Komplikationen. Bei schwerwiegenden Störungen droht sogar der Tod (Störung des Herzrhythmus …).

Die bioelektrischen Vorgänge in unserem Körper sind von zahlreichen Faktoren abhängig, wie z. B. eine ausreichend vorhandene Menge von Elektrolyten und Wasser. Unser Körper als elektro-magnetisches System ist nicht von seiner Umwelt isoliert, vielmehr stehen wir in permanenter Interaktion. Dazu gehört auch das elektrische Gleichfeld, welches uns in freier Natur umgibt.

Unser Planet ist negativ geladen, unsere Atmosphäre positiv. Je weiter man sich von der Erdoberfläche Richtung Himmel entfernt, desto stärker steigt die Spannung, in etwa um 200 Volt je Meter. Nehmen wir einen 2 Meter großen Menschen, der gut isolierende Kunststoffturnschuhe trägt. In Kopfhöhe beträgt die Spannung etwa 400 Volt. Aufgrund der guten Leitfähigkeit unseres Körpers stellt sich ein Durchschnittswert von etwa 200 Volt ein. Nun zieht unser Proband seine Schuhe aus. Er erdet sich. Und unmittelbar

gleicht sich seine Spannung an die Spannung der Erdoberfläche an. Sie geht gegen null. Mensch und Erde werden aus spannungstechnischer Sicht eine Einheit. Wo immer jetzt positive Ladungen auftreten, werden diese umgehend durch die einströmenden negativen Elektronen von der Erdoberfläche neutralisiert. Gleiches passiert mit positiven Ladungen in unserem Körper (freie Radikale).

Beim Erden wird der Körper mit diesen freien Elektronen von der Erdoberfläche regelrecht überschwemmt. Das geschieht, solange er mit der Erde verbunden ist. In diesem Zustand können die elektrischen Vorgänge in unserem Körper nicht von außen einwirkenden elektrischen Feldern gestört werden. Das System kann in seinem natürlichen Zustand operieren, schließlich ist der Mensch den zeitlichen Großteil seiner Evolution direkt mit der Erdoberfläche verbunden gewesen. Er ist barfuß oder mit nicht isolierenden Schuhen unterwegs gewesen, hat auf dem Boden geschlafen und seine Behausungen waren oftmals nicht isoliert.

Beobachtet wurde, dass sich nach einem Zeitraum von 20–30 Minuten erden, die oben erwähnten positiven Wirkungen zeigen. Heilungsprozesse setzen ein.

Risiko Elektrosmog

Das saubere Erdpotential?

 

Connel/Shutterstock.com;

Risiko Elektrosmog - Das saubere Erdpotential?

Peter Reinhard, 1. Vorstand der Gesellschaft für Galvanische Heilkunde e.V., erdet sich selbst in freier Natur regelmäßig. „Ich versuche, jeden Tag für fünf bis zehn Minuten barfuß zu gehen. In der warmen Jahreshälfte natürlich auch länger. Zum einen ist es ein gutes Gefühl, zum anderen fühle ich mich danach frischer, klarer und fitter.“ Spezielle Erdungsprodukte, wie Matten, etc., verwendet er nicht.

Das Erden über den Schutzleiter des Hausstromnetzes, wie im Großteil der Schriften und Produktempfehlungen als einfache technische Lösung empfohlen, betrachtet er indes als nicht ideal. Peter Reinhard: „Der hausinterne Schutzleiter ist nie gänzlich frei von Fremdeinflüssen, Schwingungen und Frequenzen. Daher ist die direkte Erdung in freier Natur vorzuziehen. Zudem bringt das Erden in Gebäuden einen großen Nachteil mit sich. Im Regelfall sind wir hier einer Vielzahl von Elektrosmog-Quellen, wie der elektrischen Hausinstallation, WLAN-Routern, DECT-Telefone, etc., ausgesetzt.

Ein geerderter Mensch zieht die elektrischen Felder (Elektrosmog) an wie eine Antenne. Somit ist er wie ein Blitzableiter für den Elektrosmog. Dies führt zu einem unnatürlichen Stromfluss im Körper. Die daraus entstehenden Nachteile gilt es zu vermeiden.“

Ausführlich berichtet hierzu auch Wolfgang Maes. Der Journalist, Buchautor und Pionier der modernen Baubiologie, betreibt ein Sachverständigenbüro für Baubiologie und Umweltanalytik. In seinem Buch, bzw. einer Ergänzung zum Buch „Stress durch Strom und Strahlung“ zum Thema „Earthing, Grounding, Erdung: Ja aber..., Allheilmittel?“ – ist auch Maes von der positiven Wirkung des natürlichen Erdbezuges überzeugt.

Er weist aber ebenfalls eindringlich darauf hin, dass Prüfung bzw. Messung des „sauberen Erdpotentials“ wie auch der elektromagnetischen Feldsituation vor Ort, Voraussetzung für die Vermeidung zusätzlicher Belastungen und Risiken ist. Diese Prüfung sollte immer durch einen Fachmann, bzw. baubiologischen Messtechniker erfolgen.

Peter Reinhard kann die fachlichen Argumentationen und Analysen durch Anwender, Naturwissenschaftler und Mediziner nachvollziehen. „Beim Erden gleichen wir unser elektrisches Potential durch den Kontakt mit der negativ geladenen Erdoberfläche aus. Wir nehmen freie Elektronen durch unsere Füße, bzw. Körperteile die Erdkontakt haben, auf. Da in unserem Körper vereinfacht gesagt sehr viele Prozesse elektrisch ablaufen, hat das natürlich eine Auswirkung.“

Dr. Ing. Erwin Olonschek beschreibt diese Auswirkungen in seinen Buch „Die Galvanische Feinstromkur“ (neue überarbeitete Auflage 2018): „In einem gesunden Organismus vollzieht sich der Austausch positiver und negativer Ionen als selbstverständlicher Lebensvorgang, ohne daß wir diese Vorgänge überhaupt bemerken. Ist aber ein bestimmter Bereich unseres Körpers erkrankt, und kann dieser Ausgleich nicht in dem erforderlichen Maße stattfinden, kommt es zu lonenhäufungen, die positiv oder negativ sein können, die dann selbst Reize, wie z. B. Schmerzen, auslösen können."

„… Der Aufenthalt in einem positiven elektrischen Gleichfeld, wie es bei Schönwetterlagen herrscht und auch künstlich hergestellt werden kann, wird stets eine vegetative Beruhigung, eine Anregung aller Lebensvorgänge und ein Erfrischungsgefühl hervorrufen. Die Viskosität (Zähigkeit) des Blutes und aller Körpersäfte wird herabgesetzt …“

Dr. Ing. Fritz Hahn (in Luftelektrizität, 1960) zu den biologischen Wirkungen der Gleichfelder

KieferPix/Shutterstock.com

Erden und Galvanischer Feinstrom: Ideale Bausteine für Gesundheit und Lebensqualität

Von welch elementarer Bedeutung der regelmäßige Kontakt zum natürlichen elektrischen Feld zwischen Erdoberfläche und Atmosphäre ist, belegen die Forschungsergebnisse von Dr. Ing. Fritz Hahn. In seinem Buch „Luftelektrizität“, erschienen 1960, beschreibt er umfassend die Aktivierung der Ionenwanderung und die damit verbundene Reduktion der Freien Radikale. Ebenso verweist er auf die Beobachtungen zur Beeinflussung der Blutgerinnung. So entdeckten Forscher in Italien bei Versuchen mit menschlichem Blut, dass unter Einwirkung natürlicher und künstlicher Wechselfelder der Gerinnungsprozess beschleunigt wird. Das erklärt die vermehrte Neigung zu Thrombosen und Embolien bei gewissen Wetterlagen (Wetterlagen beeinflussen das luftelektrische Feld).

Peter Reinhard sieht hier klare Parallelen zum Galvanischen Feinstrom. „Beim Strömen mit minimalen Galvanischen Strömen setzt ebenfalls eine Elektronenwanderung mit entsprechenden Effekten ein. Unser körpereigenes bio-elektrisches System wird harmonisiert. Die umfangreiche fachliche Dokumentation und abertausende Erfahrungsberichte legen davon ein eindrucksvolles Zeugnis ab.“

Bei näherer Betrachtung sind die Parallelen der Wirkung vom Erden und Strömen mit Galvanischem Feinstrom (Gleichstrom) deutlich erkennbar. Viele Anwenderberichte mit den

aufgezeichneten und beobachteten positiven Resultaten ähneln sich.

In der Anwendungsfreundlichkeit sieht Peter Reinhard den Vorteil beim Galvanischen Feinstrom: „Neben den positiven Auswirkungen durch den Elektronenfluss ist man mit einem Galvanischen Feinstromgerät unabhängig von Ort und Zeit während der Anwendung. Wenn es draußen stürmt und schneit, kann man komfortabel im Warmen strömen. Gleichwohl ist der Körper während des Strömens in gewisser Weise von störenden elektrischen Fremdfeldern abgeschirmt. Das ist z.B. bei einer Nachtanwendung ideal.“ Hervorheben möchte er außerdem die Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten durch das breite Angebot von Elektroden und Zubehör.

Sich regelmäßig zu erden und mit Galvanischem Feinstrom zu strömen, sieht er als ideale Bausteine in einer auf Gesundheit und Lebensqualität ausgerichteten ganzheitlichen Lebensweise.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Erden genauso, wie sinnvolle Bewegung in freier Natur, gesundes Essen, lebendiges Wasser und eine mental positive Einstellung zu den Grundlagen für Wohlbefinden und Gesundheit gehört.

Die bewährten Kraft-Quellen der Natur, Earthing und Galvanischer Feinstrom, sollte jeder so oft wie nur möglich nutzen.

„… Elektrische Gleichfelder sind in der Natur stets vorhanden … Der Gleichstromfluß ist durch eine Wanderung bzw. Abwanderung elektrisch geladener Molekülteile – d. s. Ionen gekennzeichnet … Bei Verwendung sehr schwacher – unter der Zersetzungsspannung liegender – Gleichfelder wird daher kein Molekül gewaltsam zerstört. Die Einwirkung solcher Gleichfelder auf den menschlichen Körper ist daher vollkommen unschädlich …“

Dr. Ing. Fritz Hahn (in Luftelektrizität, 1960) zu den biologischen Wirkungen der Gleichfelder

*Der Inhalt dieses Artikels stellt die persönliche Meinung des Autors dar und spiegelt nicht zwingend die Meinung der Gesellschaft für Galvanische Heilkunde e.V. wieder.

Weitere Hinweise und Buchempfehlungen:

 

Thema: Earthing und Baubiologie

Buch: „Earthing – Heilendes Erden“ – (für tiefgreifende Informationen)
Buch: „Stress durch Strom und Strahlung", Wolfgang Maes
Website: www.earthinginstitute.net
Website: www.baubiologie.de, www.baubiologie-ibr.de (hier finden Sie Adressen von baubiologischen Messtechnikern und weitere Informationen)

 

 

Thema: Galvanischer Feinstrom

Die Galvanische Feinstromkur

GGHeV_Die Galvansiche Feinstromkur

Das Handbuch zur Anwendung des Galvanischen Feinstromes. Mit über 100 Anwendungshinweisen. Olonschek, Drewes, 2018
>> hier geht's zum Buch im Shop >>

Gesund durch Feinstrom


Der Galvanische Feinstrom - einfach und spannend erklärt. Mit Anwendungshinweisen. Gisbert Niederführ, 2013
>> hier geht's zum Buch im Shop >>

Wohlmuth - Das Kompendium

Elektro-Galvanische Heilkunde - Kompendium Wohlmuth Verlag - Shop
Grundlagen zur Anwendung für Gesundheit, Selbsthilfe und Kosmetik. Originalnachdruck aus der umfangreichen Wohlmuth-Literatur.
>> hier geht's zum Buch im Shop >>

PDF - Download

Hier können Sie den Artikel "Earthing & Galvanischer Feinstrom", kostenlos downloaden.
>> Download >>

Earthing - Druckversion

Earthing & Galvanischer Feinstrom

Hier können Sie den Artikel "Earthing & Galvanischer Feinstrom", im Shop kaufen.
>> zum Shop >>

AGF-LogoWissen, Anregungen und Austausch erhalten Sie auch hier:
Anwendergemeinschaft biologisch-Galvanischer Feinstrom e.V.